Selbstverständnis

Für uns als Recherche-Netzwerk stellt die Aufklärung von extremistischen Ideologien der Ungleichheit sowie deren Umsetzung auf der Straße durch neonazistische Akteur*innen einen wichtigen, unabdinglichen Baustein kollektiver, antifaschistischer Praxis dar.

Gerade in Österreich ist profunde, gezielte Recherche besonders relevent, denn: Österreich dient(e) zahlreichen neonazistische Akteur*innen als stiller, abegschotteter Rückzugsort, ideal geeignet, um sich im Schatten des Erblickbaren zu bewegen, um Gruppen neu aufzubauen oder zu restrukturieren. Alles klandestin, veborgen und des öfteren gedeckt durch den Verfassungsschutz in einer Atmosphäre gesellschaftlicher Gleichgültigkeit.

Ein Mittel, rechtsextreme Organisierungen und Akteur*innen zu konfrontieren, ist, sie ins Licht gesellschaftlicher Öffentlichkeit zur stellen – also dorthin, wo sie (zumindest vorerst) nicht sein wollen. Unseren politischen Aktionsraum als Netzwerk sehen wir denn vor allem darin gegeben, Legitimationsräume neonazistischer Gruppen offen zu legen und rechtsextremen Seilschaften durch Aufklärung den Wind aus den Segeln zu nehmen. Unser Beitrag dazu sind Perspektiven, Analysen sowie Aufklärung und – im Sinne von Simon Wiesenthals Motto „Aufklärung ist Abwehr“ – beim Aufbau einer Bewegung zu helfen, die sich gegen den Faschismus stark macht.